Wichtige Tipps und Informationen zur UVV-Prüfung an gewerblich genutzten Fahrzeugen

Bei der UVV geprüft: Vorhandensein von Warnweste und Warndreieck. Foto: Kröner/GTÜ

Wussten Sie eigentlich, dass gewerblich genutzte Kraftfahrzeuge einmal jährlich zur sogenannten UVV Prüfung müssen?

Nein? Dann geht es Ihnen vermutlich wie vielen anderen Unternehmern und Fuhrparkverantwortlichen. Was so eine Prüfung ist, wer sie durchführen darf und warum sie so wichtig ist, bleibt den Verantwortlichen oftmals verborgen. Deshalb wollen wir einmal Licht ins Dunkel bringen und ihnen wichtige Tipps und Informationen dazu geben.

Was steckt dahinter?

Will man verstehen was sich hinter einer sogenannten UVV-Prüfung verbirgt, muss man erst mal wissen was der Ausdruck bedeutet. Es ist die Abkürzung für Unfallverhütungsvorschriften. Diese werden aufgrund verschiedener Gesetze und Vorschriften im Rahmen der gesetzlichen Unfallversicherung erlassen. Sie dienen dazu, Arbeitnehmer vor Unfällen und Gesundheitsgefahren zu schützen. Dem Arbeitgeber wird die Pflicht auferlegt, erforderliche Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter zu ergreifen. Darunter fällt auch die Pflicht zur Durchführung der UVV-Prüfungen. Demzufolge hat ein Unternehmer seine von Mitarbeitern genutzten Fahrzeuge bei Bedarf, mindestens jedoch einmal jährlich, durch einen Sachkundigen auf den betriebssicheren Zustand prüfen zu lassen. Kommt er diesen Pflichten nicht nach, drohen Bußgelder oder der Verlust des Versicherungsschutzes.

Was ist nun der betriebssichere Zustand eines Fahrzeugs und wie erreicht man ihn?

Der betriebssichere Zustand umfasst sowohl den verkehrssicherem als auch den arbeitssicheren Zustand. Als verkehrssicher wird ein Kraftfahrzeug zum Beispiel eingestuft, wenn es die amtlich Hauptuntersuchung oder eine Inspektion ohne Mängel bestanden hat. Daneben dürfen sich ihre Mitarbeiter beim Arbeiten im oder am Fahrzeug nicht verletzen oder gesundheitliche Schäden erleiden. Deshalb werden Fahrzeuge bei der UVV-Prüfung auch noch auf ihren arbeitssicheren Zustand geprüft.

Warum ist die UVV-Prüfung wichtig?

Beim Arbeiten im am oder auf einem Lkw kann man sich die arbeitssicherheitstechnischen Gefährdungen die zum Beispiel beim Be- und Entladen, beim Sichern der Ladung oder beim Arbeiten mit der Hubladebühne entstehen, sehr leicht vorstellen.

Auf den ersten Blick schwieriger nachvollziehbar ist das dagegen bei einem Pkw.

Aber auch der gewerblich genutzte PKW gilt das Arbeitsplatz muss so manche arbeitssicherheitstechnischen Vorschriften erfüllen. Stellen Sie sich nur einmal vor, wie viel schwere Unfälle bereits durch ein fehlendes Warndreieck oder eine fehlende Warnweste verursacht wurden. Wenn man weiterhin bedenkt, wie viele Verletzte bei einem Unfall vielleicht nicht richtig versorgt werden konnten, weil der Verbandskasten nach letztmaligem Gebrauch nicht wieder aufgefüllt wurde, dann wird schnell klar, warum auch beim PKW der arbeitssichere Zustand geprüft werden muss.

Wer darf die UVV-Prüfungen durchführen?

UVV Prüfungen an Fahrzeugen dürfen nur Sachkundige durchführen, die aufgrund ihrer fachlichen Ausbildung und Erfahrung ausreichende Kenntnisse auf dem Gebiet der Fahrzeugtechnik haben. Außerdem müssen Sie mit den einschlägigen staatlichen Arbeitsschutzvorschriften, Unfallverhütungsvorschriften und allgemein anerkannten Regeln der Technik soweit vertraut sein, dass Sie den betriebssicheren Zustand von Fahrzeugen beurteilen können. Sachkundige sind zum Beispiel Prüfingenieure der amtlich anerkannten Überwachungsorganisationen oder Fachpersonal aus Kfz Fachbetrieben.

Bildquelle: Kröner/GTÜ

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